Das Jahr begann mit Futsal – und endete auch mit Futsal. In der Württembergischen Futsal-Liga standen die Rückspiele gegen GSG Stuttgart (0:6) und TSV Weilimdorf II (2:11) an. Dazu kam das Spiel um Platz fünf gegen die Frauenmannschaft desselben TSV Weilimdorf, das wir mit 5:0 für uns entscheiden konnten. Tore und Punkte standen dabei eher im Hintergrund – viel wichtiger war die gesammelte Erfahrung, die sich schon sehr bald in konkrete Ergebnisse umwandeln sollte.
Ein weiteres Futsal-Highlight fand im Januar statt: das Länderspiel Deutschland gegen die Ukraine im benachbarten Göppingen, das wir mit einer großen Gruppe aus Spielern und Freunden besuchten. Beide Nationalmannschaften lieferten ein intensives und hochklassiges Spiel!

Kein Jahr ohne Debüt 😃
Wenn 2024 wir uns ins Neuland Futsal wagten, wartete 2025 der nächste große Schritt auf uns: der Einstieg ins Großfeld. Dafür eignete sich die Stadtliga Stuttgart perfekt – dort wollten wir eigentlich schon im Vorjahr debütieren (doch irgendetwas lief damals schief). Voraussetzung für die Teilnahme war ein Freundschaftsspiel gegen eine der Ligamannschaften. Dieses bestritten wir gegen Captain Tsubasa United. Die Partie verlief sportlich eher enttäuschend (3:7), doch der freundschaftliche Charakter milderte den Schmerz über unsere Underperformance etwas 😅
Im April folgte dann das erste offizielle Ligaspiel – auswärts gegen Garrison FC (Niederlage 1:9). Wir reisten lediglich mit einem Auswechselspieler an, unter anderem wegen der bürokratischem Besonderheiten des Eintritts zu deren Heimspielstätte. Das Ergebnis war ernüchternd, aber diese Phase gehörte dazu und hat uns letztlich nur widerstandsfähiger gemacht.
Im Mai gab es dann ein kleines, aber bedeutendes Ereignis: unseren ersten Sieg auf dem Großfeld – im fünften Anlauf. In einem Freundschaftsspiel gegen Empanadas FC gewannen wir souverän mit 7:2. Wie unser Trainer sagte: „Der Zug ist ins Rollen gekommen.“.
„Der Zug ist ins Rollen gekommen.“
Juritsch
Im darauffolgenden Ligaspiel gegen die bereits bekannten CT United gelang uns ein hart erkämpfter Comeback-Sieg (4:3) – der zweite Großfeldsieg innerhalb einer Woche! In ein paar Jahren werden wir diese Zeilen vermutlich schmunzelnd lesen, wenn solche Ergebnisse selbstverständlich sind. Doch so war der Anfang, und den wollten wir festhalten 😊
Mit großer Vorfreude bereiteten wir uns auf das nächste Spiel vor – unser erstes echtes Heimspiel. Die Organisation war gelungen: viele Zuschauer, Grill, Getränke und perfektes Wetter. Einziger Wermutstropfen war das Ergebnis – eine 0:3-Niederlage gegen Independiente. Darauf folgte jedoch eine Siegesserie, darunter ein episches 4:3 gegen Campus United (nach 3:0-Führung, 3:3-Ausgleich und dem Siegtreffer in der letzten Minute) sowie klare Siege mit 9:2 gegen Empanadas und 8:2 gegen BSG Polizei.
Dank einer günstigen Konstellation und der Ergebnisse anderer Spiele landeten wir mit dem besseren Torverhältnis auf Platz zwei der Tabelle – und qualifizierten uns damit für das Spiel um den Titel. Der Gegner: erneut Garrison FC, die die Saison ohne Punktverlust abgeschlossen hatten. Ein spätes Spiel an einem kalten, gewöhnlichen Oktoberabend hielt viele Junta-Fans nicht davon ab, unser Finale in der Debütsaison live zu verfolgen. Nach einer Führung kurz vor der Halbzeitpause konnten wir dem Tempo und Druck des Gegners in der zweiten Hälfte leider nicht standhalten und kassierten zwei Gegentore. Weitere Titel und Pokale müssen noch warten 😄
Doch beim Blick auf das Teamfoto mit Pyrotechnik würde man kaum vermuten, dass dieses Spiel nicht zu unseren Gunsten endete.

Schon wenige Tage später begann die Winter-Saison der Stadtliga, die erstmals ausgetragen wurde. Neben den Spielen gegen Empanadas (2:6) und Campus United (3:1) trafen wir erneut auf Garrison FC – und dieses Mal verließen wir den Platz als Sieger (1:0). Mit drei Siegen beendeten wir das Jahr auf dem ersten Tabellenplatz.

Fun Fact: Gegen kein anderes Team spielten wir in diesem Jahr gleich dreimal – außer gegen Garrison. Und jedes Mal erzielten wir genau ein Tor gegen sie.
Neben den lokalen Ligen nahmen wir auch aktiv am sportlichen Leben der ukrainischen Diaspora in Deutschland teil. So besuchten wir Turniere in München anlässlich des 15-jährigen Jubiläums von FC Ukraine München sowie ein Turnier zum Unabhängigkeitstag in Frankfurt. Ergebnisse in München: 2 Siege, 2 Niederlagen, 4 Unentschieden und Platz sechs.
Frankfurt: 3 Siege, 2 Niederlagen – nur knapp reichte es nicht fürs Halbfinale. Doch das Wichtigste bei solchen Events ist das Gemeinschaftsgefühl, die Unterstützung der Ukraine und Spenden für die ukrainischen Streitkräfte – und das haben die Organisatoren hervorragend umgesetzt.


In den Pausen zwischen den prioritären Turnieren schauten wir auch in der WFV-Freizeitliga vorbei, die wir nach zwei Meistertiteln in Folge verlassen hatten und die nach längerer Pause neu gestartet wurde. Zwei Turniere wurden dort überwiegend von Spielern bestritten, die zuletzt weniger Spielpraxis erhalten hatten.
Auch die ukrainische Nationalmannschaft ließen wir nicht außer Acht: Vertreter der Junta reisten sowohl ins ferne Reykjavík als auch in die vergleichsweise nahen Städte Genk, Krakau und Paris.
Erstmals führten wir zudem eine Jahresversammlung durch, bei der ein Mannschaftsrat gewählt, ein neuer Kapitän samt Stellvertretern bestimmt, das vergangene Jahr analysiert und die zukünftige Ausrichtung festgelegt wurde.
Zum Jahresende startete schließlich die neue Futsal-Saison der Verbandsliga Württemberg. Die Zahl der teilnehmenden Teams wuchs, ebenso die geografische Vielfalt. Die Mannschaften wurden in drei Gruppen à drei Teams eingeteilt. Wir landeten in einer Gruppe mit dem bekannten TSV Weilimdorf II sowie FSC Heidenheim (Vierter der Vorsaison). Aus organisatorischen Gründen wurde in der Gruppenphase leider nur eine Halbzeit (20 Minuten) gespielt.
Im ersten Spiel mussten wir nach Laupheim reisen und unterlagen trotz großer Gegenwehr den erfahrenen Weilimdorfern mit 0:3. Im zweiten, extrem spannenden und hochklassigen Spiel besiegten wir Heidenheim in den letzten Sekunden. Im Rückspiel fehlten uns nur wenige Augenblicke (nämlich 6 Millisekunden) zum Unentschieden gegen Weilimdorf. Heidenheim trat leider nicht an, sodass uns der Sieg automatisch zugesprochen wurde.

Insgesamt war es ein intensives und sehr erfolgreiches Jahr – trotz aller Herausforderungen. Es gab einige personelle Veränderungen, die Mannschaft wuchs auf 30 Mitglieder an. Wir haben uns nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ weiterentwickelt, uns stärker in unseren Verein Sportfreunde Stuttgart integriert, organisatorisch gefestigt und blicken nach vorne.
Ein riesiges Dankeschön an alle Spieler, den Trainer sowie an alle, die uns begleitet und unterstützt haben! Mit Optimismus blicken wir auf das Jahr 2026: gemeinsam als Team, solidarisch mit der Ukraine und ihren Streitkräften. 🇺🇦
